We.OHB. Teil 9 mit Dr. Kenneth Schmitz, Systemingenieur

Nachwuchsmotivator mit Faible für Schwarze Löcher

Wenn sich Komplexität an den Gesetzen der Physik und Chemie bedient, liefert uns das nicht nur die Erklärungsgrundlage für die Existenz Schwarzer Löcher, sondern auch eine breite Basis für die Faszination an Themen rund um die Astrophysik. Kenneth Schmitz begleitet die Begeisterung für Astrophysik und Raumfahrt schon seit vielen Jahren. Der 33-Jährige ist bei OHB seit gut einem Jahr als Systemingenieur für Satellitensysteme tätig. Im neuesten Teil unserer Serie We.OHB. spricht der promovierte Informatiker über seine Tätigkeit bei OHB sowie die Faszination für Nachwuchsförderung und Schwarze Löcher. #weohbwednesday

Für Dr. Kenneth Schmitz drückt sich in der Raumfahrttechnik die Königsklasse der Ingenieursleistungen aus. © OHB

Informatiker werden vom Arbeitsmarkt geradezu weggesogen. Warum fiel deine Entscheidung zu Gunsten von OHB?

Dr. Kenneth Schmitz: OHB war für mich als Systemintegrator immer ein sehr interessanter Arbeitgeber. Hier wird an herausfordernden und komplexen Projekten gearbeitet, die annähernd alle Facetten der Ingenieursdisziplinen abdecken. Zudem hatte ich ein sehr gutes Bauchgefühl während der Bewerbungsphase. Der Händedruck, den ich hier bekommen habe, hat sich sofort verbindlich und authentisch angefühlt. So war mir schnell klar, dass ich unbedingt in diesem Unternehmen arbeiten möchte.

Hat dich dein Bauchgefühl auf den richtigen Weg gebracht?

Absolut! Ich bin sehr viel im Reinraum tätig und bewerte es als großes Privileg, direkt an der Satellitenhardware arbeiten zu dürfen. Häufig bin ich in Kontakt mit Kollegen aus der Soft- und Hardwareentwicklung und anderen Disziplinen um die gewünschten Fortschritte zu erzielen. Der große Vorteil bei OHB ist die Freiheit, mit der ich hier arbeiten kann. Wer ambitioniert und experimentierfreudig ist, bekommt die Möglichkeit, auch über die vorgegebenen Grenzen des Jobprofils hinaus wirksam zu werden. Ich wollte und durfte sehr schnell Verantwortung übernehmen. Aktuell koordiniere ich ein kleines Testteam von sechs bis sieben Leuten. Ich mag den persönlichen Kontakt und mir ist es äußerst wichtig, die Stärken eines jeden Teammitglieds individuell zu nutzen und zu fördern. Und wenn die Stimmung gut ist, trifft man sich auch nach Feierabend mal auf ein Bier. Das gibt es nicht überall in dieser Form.

Stimmt! Gute Stimmung im Team ist das A und O. Und wie kamst du zur Raumfahrt?

Für mich besitzt die Raumfahrt einen Hauch von Romanik. Es ist einerseits die Physik dahinter, die mich begeistert, aber es sind auch die Dimensionen, in denen wir denken müssen, wenn wir vom Weltraum sprechen. Als ich das erste Mal davon hörte, dass durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Fachbereiche ein Schwarzes Loch im Zentrum der M87 Galaxie abgebildet wurde und ich die Methode verstehen konnte, war das für mich ein echter Meilenstein. Meiner Meinung nach ist die Raumfahrt die Königsklasse der Ingenieursleistungen und zudem eine Domäne, in der eine Zusammenarbeit über territoriale Grenzen hinaus notwendig ist. Die Raumfahrt steht mit vielen ihrer Entwicklungen gerade erst am Anfang. Ich glaube, wir werden bald Dinge verwirklichen, von denen wir bisher nur zu träumen gewagt haben. Ich habe also genügend Gründe für meine Langzeitmotivation. Die Begeisterung für Raumfahrt und OHB trage ich auch gerne nach außen.

Und das bedeutet?

Ich brenne für die Nachwuchsförderung. Ich möchte OHB dabei helfen, gut ausgebildete junge Fachkräfte zu finden. Aktuell betreue ich ehrenamtlich eine Lehrveranstaltung der Fachrichtung Informatik an der Uni Bremen. Dort untersuchen wir Anwendungsfälle, die natürlich ordentlich durch Raumfahrt eingefärbt sind. Ich nehme wahr, dass der Druck auf die jungen Menschen heutzutage immer größer wird und früher klar sein muss, wohin die Reise geht. Da möchte ich gerne unterstützen, eine Hand reichen und begleiten.

Vielleicht sind einige Studis schon bald neue Kolleginnen und Kollegen …

Das würde mich natürlich freuen. Als ich hier bei OHB startete, war es fast ein bisschen wie ein „Klassentreffen“. Ich begegnete vielen bekannten Gesichtern, die ich aus dem Studium oder meiner Promotionszeit am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz kenne. Das Gesamtpaket passt einfach. Die herausfordernden Aufgaben, die Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen, flexible Arbeitszeitgestaltung, unser Firmenfitnessprogramm, die offene Kommunikation – und: OHB ist ehrlich zu sich selbst. Ich bin jemand, der auch mal sagt, was sich keiner zu sagen traut. Und das kann ich hier tun. OHB ist immer offen für Entwicklungsvorschläge.

Hast du ein Lebensmotto?

Klar. Passend zur vorherigen Frage: „Wer spricht, dem wird geholfen.“ Und jetzt werde ich gleich viel sprechen und zuhören. Heute Nachmittag absolviere ich einen Meetingmarathon.

Hast du einen Geheimtipp, um bei langwierigen Meetings, die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten?

Kaffee. Schwarz, tiefschwarz. Noch mehr Koffein und in meiner Tasse befände sich ein Schwarzes Loch. (lacht)

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