Mut durch Selbstsein

Zen-Meditation bei OHB fördert Achtsamkeit und reduziert die subjektive Stresswahrnehmung

8 Uhr morgens: Irgendwo zwischen Brust und Bauchnabel verebben die Schwingungen des Gongschlags. Drei weitere Gongschläge schicken ihre Klangwellen durch einen Raum, in dem sechs Menschen im Kreis auf Kissen und kleinen Bänken sitzen. Ihre Köpfe und Blicke sind gesenkt, die Augen halb geöffnet. Mit dem Schwinden des letzten Klanges beginnt die Meditation. In der Zen-Meditation bedeutet das: Stille. Mehrere Minuten lang. Was hier gerade passiert? Ganz einfach: Seit einem halben Jahr bietet OHB am Standort Bremen die Gelegenheit, werktäglich Zen-Meditation zu praktizieren. Angeleitet wird das Angebot von Jörg Brüggmann und Gilberto Arantes. Die Ingenieure sind enthusiastische Schüler der buddhistischen Praxis und überzeugt von der positiven Wirkung der Meditation auf die körperliche und geistige Gesundheit, wie beispielsweise das Herz-Kreislaufsystem, die Resilienz und die Achtsamkeit. Mit dem Meditationsangebot leistet OHB somit einen wirksamen Beitrag für die Gesundheit der Belegschaft und fördert eine gute Zusammenarbeit miteinander. Aber aufgepasst: Meditation ist etwas für Mutige. Wer schon mutig ist oder es werden möchte, sollte weiterlesen.

Durch Meditation schärfe ich den bewussten Umgang mit Allem. Das ist für mich Achtsamkeit im Alltag.

Jörg Brüggmann

Bessere Stressbewältigung und weniger Herz-Kreislauferkrankungen

„Durch Meditation schärfe ich den bewussten Umgang mit Allem. Das ist für mich Achtsamkeit im Alltag. So arbeite ich produktiver und kreativer“, sagt Jörg Brüggmann, der die Zen-Meditation schon seit rund zehn Jahren privat praktiziert. „Ein weiterer Vorteil ist: Bin ich auf diese Weise selbstempathisch, bin ich auch empathischer gegenüber meinen Mitmenschen.“ Neben dem sozialen Aspekt gebe es auch viele neurowissenschaftliche Belege für die positiven Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn. So werden Gehirnaktivitäten beeinflusst. Bereits wenige Wochen Training führen zu einer verbesserten Konnektivität zwischen dem präfrontalen Cortex und der Amygdala, zwei Teilen unseres Gehirns, die für die Verarbeitung von Stress- und Angstreaktionen zuständig sind. Es gebe aber auch eine Sofortwirkung, so Gilberto Arantes: „Ich werde frei im Kopf. Wenn ich mich auf meine Atmung konzentriere, verliere ich das Gefühl von Raum und Zeit. Ich gelange in Kontakt mit mir selbst.“ Für alle Fans der Historie sei noch erwähnt: Die Zen-Meditation ist eine Strömung des Mahayna-Buddhismus, der auf die Lehren Buddhas vor etwa 2500 Jahren zurückzuführen ist.

Es ist eine Reise zu dir selbst. Es bedarf viel Mut, sich dem eigenen Inneren zu stellen.

Gilberto Arantes

Reise ins Innere

Meditation sei viel mehr als eine Entspannungsmethode, sagt der AIT-Teamleiter Gilberto Arantes: „Es ist eine Reise zu dir selbst. Es geht darum, jeden Tag ein bisschen mehr Ich zu werden. Es bedarf viel Mut, sich dem eigenen Inneren zu stellen. Viele Menschen haben Angst vor der Konfrontation und sind daher skeptisch.“ Damit Skepsis und Vorbehalte für alle neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell verflogen sind, gibt es jeden Dienstag eine Einführungseinheit. Jörg Brüggmann: „Ich war früher selbst skeptisch und nun bin ich begeistert. Ich hoffe, es werden noch viele OHB-Kolleginnen und Kollegen dieser Begeisterung folgen und die Bedeutung von Achtsamkeit, Authentizität und Gewahrsein erfahren. Um den Einstieg leichter zu machen, erkläre ich sehr genau das morgendliche Ritual. Dazu gehört das Ausziehen der Schuhe vor der Tür und die Verneigung.“ Insgesamt dauert eine Session rund 25 Minuten. Montags bis freitags jeweils um 8 Uhr im Rahmen der Freizeit. Es finden über die Woche verschiedene Formate statt. So gibt es mittwochs beispielsweise eine geführte Meditation, die so genannte Mindfulness Based Stress Reduction Meditation (MBSR). Für die Begegnung mit sich selbst bedarf es Mut. Die Begegnung mit dem Selbst erzeugt aber auch Mut und fördert so den OHB-Wertekanon, schließlich ist „Mut“ einer der sechs OHB-Unternehmenswerte.

Es geht auch ums Mindset

Bei der Meditation gehe es aber nicht nur um die Verbesserung von Stressbewältigung und sozialen Kompetenzen, sondern um das Mindset, sagt Gilberto Arantes: „Es ist eine Reise ohne Ziel, es geht nicht ums Werden, sondern ums Sein. Die Meditation ermöglicht, zu erfahren, vollkommen im Jetzt zu sein und zu erkennen, dass wir nicht unsere Umgebung verändern müssen, sondern die Wahrnehmung dieser.“ Diese lebensverändernden Erfahrungen möchten Jörg Brüggmann und Gilberto Arantes weiter in den OHB-Kosmos tragen: „Dafür bereiten wir einen Raum, in dem jeder Mensch wachsen kann.“

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