Pressemitteilung

OHB erhält Förderung der ESA für Entwicklung von multifunktionalen Satellitenbauteilen

Methode "Concurrent Engineering" soll Entwicklungszeit verkürzen

 

Bremen, 11. Februar 2019. Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, hat eine Förderung aus dem General Studies Programme (GSP) der Europäischen Weltraumorganisation ESA erhalten, um eine Methodik zur Fertigung von multifunktionalen Satellitenbauteilen zu entwickeln. Im GSP der ESA werden Grundlagenforschungen für künftige ESA-Projekte betrieben. Bei der Entwicklung der Bauteile nutzt das Projekt-Team neue Fertigungstechnologien und Leichtbauwerkstoffe, um mehrere Funktionen im selben Bauteil unterzubringen. OHB wird dabei von seinen Projektpartnern, der OHB Czechspace s.r.o. aus Tschechien und der RHEA Group aus Belgien, unterstützt.

Das OHB-Team arbeitet dabei in sogenannten ‚Concurrent Design‘ Sitzungen am Bremer Standort mit OHB-Ingenieuren aus den Bereichen Konstruktion, Strukturanalyse, System Engineering und Produktsicherung eng zusammen, um die Bauteile so auszulegen, dass sie den komplexen Anforderungen der Raumfahrt gerecht werden. Das Concurrent Engineering ist ein Vorgang in der Produktentwicklung. Das Prinzip des Verfahrens ist die zeitgleiche Abfolge von traditionell nacheinander folgenden Arbeitsabläufen. Sobald in einem Arbeitsablauf ausreichend Informationen erarbeitet wurden, wird parallel der nächste Arbeitsablauf begonnen. Das Verfahren hat den Vorteil, dass damit die Entwicklungszeit eines neuen Produktes verkürzt wird.

 „Das Projekt wird uns dabei helfen, neue Fertigungstechnologien für die Konstruktion von Struktur- und Nutzlastkomponenten anzuwenden. Gleichzeitig werden wir unsere Kompetenzen beim Einsatz der interdisziplinären Zusammenarbeit im ‚Concurrent Engineering‘ für den Entwurf von Satellitenbauteilen weiter ausbauen“, sagt Projektleiter Dr. Marco Mulser. Das Projekt startete im Dezember 2018 und läuft bis Ende 2019.

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