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OHB und Astroscale unterzeichnen Vereinbarung zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit bei Weltraumsicherheit und In-Orbit-Services

Bremen/Tokio, 28.10.2026

Die OHB SE und Astroscale Holdings Inc. haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Weltraumsicherheit, Weltraumlageerfassung und In-Orbit-Services zu prüfen. Damit vertiefen die beiden Unternehmen die industrielle Zusammenarbeit zwischen Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Japan.

Die Vereinbarung wurde im Rahmen einer deutsch-japanischen Industrieveranstaltung am Rande der Asienreise von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Deutschen Botschaft in Tokio bekannt gegeben. Sie schafft den Rahmen für die Identifizierung gemeinsamer Projekte und die Bündelung der jeweiligen Stärken beider Unternehmen, um der wachsenden Nachfrage nach resilienten, sicheren und zukunftsfähigen Raumfahrtsystemen gerecht zu werden.

Da satellitengestützte Dienste für Kommunikation, Navigation, Erdbeobachtung und sicherheitsrelevante Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, wird der Schutz der entsprechenden Weltrauminfrastruktur zu einer strategischen Schlüsselaufgabe. Im Rahmen des MoU werden OHB und Astroscale ausloten, wie sie ihre Kompetenzen in den Bereichen Satellitensystemtechnik, Missionsbetrieb, Weltraumlageerfassung und In-Orbit-Services zusammenführen können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen OHB in Deutschland und Astroscale im Vereinigten Königreich. Darüber hinaus sollen aber auch Potenziale im Zusammenhang mit Astroscales Aktivitäten in Japan und weiteren internationalen Märkten untersucht werden. Die Kooperation unterstreicht das gemeinsame Bestreben beider Unternehmen, Technologien für mehr Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit im Weltraum weiterzuentwickeln.

„Weltrauminfrastruktur ist für unsere moderne Gesellschaft unverzichtbar geworden und muss entsprechend geschützt werden“, sagte Markus Moeller, CSO der OHB SE. „Durch die Kombination unserer Expertise mit den einzigartigen Fähigkeiten von Astroscale im Bereich In-Orbit-Services können wir innovative Ansätze für sichere, resiliente und zukunftsfeste Weltraumoperationen entwickeln. Wir sehen großes Potenzial darin, gemeinsam auf sich wandelnde Kundenanforderungen und zukünftige Herausforderungen im Orbit zu reagieren.“

Nobu Okada, Gründer und CEO von Astroscale, erklärte: „Die Zukunft der Weltraumsicherheit wird auf vertrauensvollen Partnerschaften zwischen befreundeten Nationen aufbauen. Nationale Fähigkeiten bleiben wichtig, doch viele der Herausforderungen, mit denen Raumfahrtnationen heute konfrontiert sind, sind zu komplex und zu eng miteinander verknüpft, als dass ein einzelnes Land sie allein bewältigen könnte.

Indem wir im Rahmen dieser Zusammenarbeit komplementäre Kompetenzen aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Japan zusammenbringen, stärken wir die industriellen Beziehungen und Fähigkeiten, die für die langfristige Sicherheit und Widerstandsfähigkeit des Weltraums erforderlich sind.“

Die Vereinbarung steht exemplarisch für den zunehmenden Trend zur internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Angesichts immer komplexerer Missionen und neuer Herausforderungen sind enge Partnerschaften zwischen vertrauenswürdigen Industrieunternehmen wichtiger denn je. Durch die Bündelung ihrer komplementären Kompetenzen wollen OHB und Astroscale Technologien vorantreiben, die die Sicherheit, Resilienz und langfristige Nutzbarkeit des Weltraums stärken.

Über Astroscale

Astroscale wurde 2013 gegründet und ist weltweit führend im Bereich der In-Orbit-Services. Das Unternehmen entwickelt innovative und skalierbare Lösungen für den Einsatz im Orbit, darunter die Lebensdauerverlängerung von Satelliten, Weltraumlageerfassung, End-of-Life-Services sowie die aktive Entfernung von Weltraummüll.

Mit diesen Lösungen unterstützt Astroscale Satellitenbetreiber dabei, Risiken zu reduzieren, den Wert ihrer Raumfahrzeuge zu erhöhen und den langfristigen Erfolg ihrer Missionen sicherzustellen. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen gemeinsam mit staatlichen und kommerziellen Akteuren für die Entwicklung von Standards, regulatorischen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Anreizen, die eine verantwortungsvolle und langfristige Nutzung des Weltraums fördern.

Seit dem ersten erfolgreichen Start im März 2021 hat Astroscale im Rahmen der Missionen ELSA-d und ADRAS-J Rendezvous- und Annäherungsmanöver im Orbit erfolgreich demonstriert und sich als Vorreiter im Bereich der In-Orbit-Services etabliert.
Raumfahrzeuge von Astroscale wurden für wegweisende Missionen unter anderem von JAXA, der U.S. Space Force, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der UK Space Agency und Eutelsat ausgewählt.

Mit der zunehmenden Nutzung von In-Orbit-Services für Inspektion, Verlagerung, Entsorgung und Lebensdauerverlängerung von Satelliten rückt die Vision einer Kreislaufwirtschaft im Weltraum und eines von Weltraummüll weitgehend freien Orbits zunehmend in greifbare Nähe.
Astroscale hat seinen Hauptsitz in Japan und verfügt über Niederlassungen im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Frankreich und Israel.

Weitere Informationen: www.astroscale.com

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