OHB und Siemens haben eine strategische Entwicklungspartnerschaft zum Austausch ausgewählter industrieller Daten geschlossen. Die Zusammenarbeit beschleunigt die Entwicklung von KI‑Lösungen, die gezielt auf die Anforderungen der europäischen Raumfahrtindustrie und der industrialisierten Satellitenproduktion zugeschnitten sind. Dadurch sollen die Entwicklungszyklen für Satelliten und Raumfahrtsysteme deutlich verkürzt werden.
Für die europäische Raumfahrt ist das von besonderer Relevanz, da diese aktuell unter erheblichem Transformationsdruck steht. Zunehmende geopolitische Spannungen und der daraus resultierende Datenbedarf erfordern die Fertigung von ganz neuen Stückzahlen an Satelliten bei gleichzeitig höherer Kosteneffizienz.
“Für OHB ist einer der Kernanwendungsbereiche von industrieller KI die Beschleunigung von Entwicklungszyklen, zum Beispiel durch die automatische Erstellung und Optimierung von Satellitenkonzepten“, sagt Kristina Wagner, Chief Technology Officer and Chief Digital Officer von OHB. „Satelliten werden immer komplexer, aber gleichzeitig ist die Erwartung, dass die Fertigung sich beschleunigt. Die für die Raumfahrt typischen jahrelangen Entwicklungsprozesse stehen zunehmend unter Druck – nicht nur durch den internationalen Wettbewerb, sondern auch durch die Dringlichkeit des Datenbedarfs der Kunden.“
Enge Partnerschaft mit Siemens als Schlüssel
Die Datenpartnerschaft ist ein zentraler Baustein der Zusammenarbeit zwischen OHB und Siemens. Sie zielt darauf ab, den Einsatz von KI‑Technologien über Pilotanwendungen hinaus in industrielle Abläufe zu überführen und dadurch Entwicklungs‑ und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.
Zugleich unterstützt die Kooperation die Entwicklung eines Industrial Foundation Model (IFM), das speziell auf industrielle Anforderungen zugeschnitten ist und die Nutzung komplexer technischer Daten über unterschiedliche Prozesse hinweg ermöglicht.