Der Mond rückt zunehmend in den Fokus internationaler Raumfahrtstrategien und gewinnt als geopolitischer und wirtschaftlicher Zukunftsraum an Bedeutung. Beim Besuch der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, heute bei OHB am Standort Oberpfaffenhofen, ging es daher um die Aktivitäten des Unternehmens rund um den Mond.
Begrüßt wurde die Ministerin von Chiara Pedersoli, Vorstandsvorsitzende der OHB System AG, und Sabine von der Recke, Mitglied des OHB-Vorstands. Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Engagement von OHB für eine eigenständige und langfristige europäische Präsenz auf dem Mond. „Der Mond ist für uns bei OHB mehr als ein fernes Ziel – er ist Teil unserer Geschichte und unserer Zukunft. Von Bayern aus bringen wir unsere ausgewiesene Expertise in der Erforschung des Weltraums ein, um Europas Weg zu einer eigenständigen und dauerhaften Präsenz auf dem Mond aktiv mitzugestalten“, sagte Chiara Pedersoli, Vorstandsvorsitzende der OHB System AG. Das Unternehmen kann auf langjährige Expertise in der lunaren Forschung verweisen: mit der Studie Mona Lisa wurde die Machbarkeit eines kleinen, unbemannten Mondlanders nachgewiesen. Mit dem ESA-Auftrag für Argonaut, bei dem OHB System die Leit-, Navigations- und Steuerungselemente sowie Telekommunikations- und Stromversorgungssystem für die europäische Landung auf dem Mond liefert, wird dies fortgesetzt.
Um die dauerhafte Rückkehr der Menschheit zum Mond zu ermöglichen, sind jedoch auch größere Infrastrukturen notwendig: dafür wurde Anfang des Jahres die European Moonport Company in Oberpfaffenhofen gegründet. „Mit dem European Moonport wollen wir eine Infrastruktur errichten, die für viele internationale Partner offen ist und die es uns ermöglicht, langfristig sicher auf dem Mond zu landen und auch wieder zu starten“, erklärt Sabine von der Recke, die auch in der Geschäftsführung der neuen Gesellschaft vertreten ist.
Die Aktivitäten rund um künftige Mondmissionen in der OHB-Gruppe werden in Oberpfaffenhofen gebündelt. Die Nähe zum derzeit entstehenden Human Exploration Control Center (HECC) des DLR, den die Ministerin mit ihrer Delegation ebenfalls besuchte, unterstreicht dabei die strategische Bedeutung des Standorts für zukünftige astronautische und robotische Missionen zu Mond und Mars.
Der Besuch der Raumfahrtministerin unterstreicht die Rolle von OHB als einen der führenden europäischen Industriepartner für die Erforschung und Nutzung des Weltraums – vom Erdorbit bis zur Mondoberfläche und darüber hinaus.