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OHB begleitet ESA-BIC-Challenge bei INNOspace Masters – Start-Ups ausgezeichnet

Finalisten-Teams, Laudatoren, Partner & Sponsoren*
Finalisten-Teams, Laudatoren, Partner & Sponsoren*

Bremen, 17. Mai 2017. Bei der Verleihung der INNOspace Masters Awards, die  in Anwesenheit der Bundesministerin für Wirtschaft und Technologie Brigitte Zypries in Berlin stattfand, setzte sich Sebastian Marcu mit seinem Projekt „Bake in Space“ in der von der OHB unterstützten ESA-BIC-Challenge durch. Die ESA-BIC-Challenge sucht Geschäftsideen und neue Geschäftsmodelle mit dem Fokus auf substantiellen Fortschritt in der Kommerzialisierung der Raumfahrt. Die OHB SE (Prime Standard, ISIN DE0005936124) begleitet die ESA-BIC-Challenge bereits zum zweiten Mal in Folge und freut sich auf den Austausch mit den Gewinnern.

„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen und kreativen Köpfen, die unsere ohnehin sehr innovationsgesteuerte Branche noch bereichern“, erklärte Dr. Fritz Merkle, Mitglied des Vorstands der OHB SE und „Mentor“ der ESA-BIC-Challenge am Rande der Preisverleihung. Ziel der ESA-BIC-Challenge ist es, Start-Ups mit innovativen Ideen zu finden, die in einem der beiden deutschen Business Incubation Center (ESA BIC Darmstadt oder ESA BIC Bavaria) auf ihre Marktreife vorbereitet werden. OHB unterstützt dabei mit der intensiven Begleitung des Prozesses und mit umfangreichen Beratungsleistungen bei der Erstellung des Geschäftsplans. Das sehr weit ausgebaute und gut gepflegte Netzwerk der OHB ist zwar nicht Bestandteil des Preises, wird aber von den Start-Ups gerne genutzt.

Das Ziel von Bake in Space ist es, frisch zubereitetes Brot bzw. ein typisch deutsches Brötchen an Bord der ISS in der Schwerelosigkeit zu produzieren. Zu diesem Zweck soll ein weltraumqualifizierter Ofen zum Backen einer für die Weltraumumgebung geeigneten Teigmischung entwickelt und gebaut werden. Auf Platz zwei der ESA-BIC-Challenge soll der Zugang Europas zum All verbessert werden: MESA, ein modulares und stapelbares Raketenstrukturelement ermöglicht CubeSats, In-Orbit-Demonstrationen und Experimenten einen schnellen und kostengünstigeren Zugang zum All. MESA wird als sekundäre Nutzlast auf der europäischen VEGA-Rakete gestartet. Auch der dritte Platz beschäftigt sich mit dem Zugang zum All: RML Spacelab ist eine mehrzweckfähige, schwimmende Plattform für senkrechtstartende Flugkörper, die leicht zu transportieren ist und die, aufgrund ihrer flexiblen Einsetzbarkeit in internationalen Gewässern, kostengünstige Startmöglichkeiten auch für nicht-zertifizierte Versuchsraketen anbietet.

„Die Unterstützung der ESA-BIC-Challenge ist für uns eine Herzensangelegenheit. Wir verstehen uns selbst als „Start-Up mit Lebenserfahrung“ und möchten daher gerne gute Ideen in den Markt begleiten“, so Merkle weiter, der den kontinuierlichen Aufbau der vormals kleinen Spezialfirma OHB aus Bremen zu einem der drei führenden Raumfahrtsystemhäuser in Europa schon seit vielen Jahren begleitet. „Die Kombination mit dem Fokus auf die Kommerzialisierung der Raumfahrt in der ESA-BIC-Challenge ist für uns optimal, da wir diesen Geschäftszweig selbst derzeit intensiv ausbauen und der Austausch mit den Start-Ups auch für die „alteingesessene“ OHB neue Impulse bringt“, so Merkle weiter.

Darüber hinaus konnten auch Firmen der OHB-Gruppe in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft erfolgreich am INNOspace-Wettbewerb teilnehmen. In der Challenge des DLR-Raumfahrtmanagements belegte das Projekt AMPFORS (Additive Manufacturing of Polymer Parts for Space), das Fraunhofer IST aus Braunschweig gemeinsam mit der OHB System AG und der Firma Rauch entwickelt hat, den zweiten Platz. AMPFORS verfolgt das Ziel, metallische Strukturbauteile in der Raumfahrt durch leichte Kunststoffteile zu ersetzen. Dadurch können Satelliten um bis zu 20% leichter und dadurch bis zu 50% kostengünstiger werden. In Zusammenarbeit mit Fraunhofer LBF belegte die MT Aerospace AG den dritten Platz der DLR-Challenge. Mittels Glasfasersensoren, die in den Fertigungsprozess der CFK-Bauteile für Ariane 6-Booster eingebracht werden, kann der Prozess der Herstellung besser überwacht und dadurch optimiert werden. Ergebnis ist eine Senkung der Fertigungskosten.

 

* Gruppenbild: Finalisten-Teams, Laudatoren, Partner & Sponsoren – darunter Brigitte Zypries (Bundesministerin für Wirtschaft und Energie), Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund (Vorstandsvorsitzende des DLR), Dr. Gerd Gruppe (DLR Raumfahrtmanagement), Dr. Franziska Zeitler (DLR Raumfahrtmanagement), Henning Wichmann (INVENT GmbH), Linus Froböse (TU Braunschweig), Stefan Linke (INVENT GmbH), Prof. Dr.-Ing Enrico Stoll (TU Braunschweig) sowie Dr. Fritz Merkle (OHB SE). © DLR / Leuschner

 

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