DIE OHB STORY

HIGH-FIVE: Vom Fünfmannbetrieb zu den Top 3 der europäischen Raumfahrt

 

Wie Familie Fuchs mit ihrem Team aus der kleinen Hydraulikfirma OHB einen Global Player in der internationalen Raumfahrt machte

1981

Ein kleiner Schritt für einen Menschen

Die Erfolgsgeschichte außergewöhnlicher Unternehmen beginnt nicht selten in Garagen in Kalifornien oder auch in einer Werkstatt im Bremer Ortsteil Hemelingen. Da ist die kleine Firma Otto Hydraulik Bremen, kurz OHB, angesiedelt, als Christa Fuchs 1981 eine neue Herausforderung sucht. Die Kinder sind aus dem Haus und die gelernte Kauffrau voller Tatendrang. Zunächst ist tatsächlich ein Wollladen im Gespräch, doch dann kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung mit der Familie Otto, die einen Nachfolger für ihren kleinen Betrieb OHB sucht. Zu der Zeit sind dort fünf Mitarbeiter beschäftigt, die elektrische und hydraulische Schiffssysteme für die Bundeswehr reparieren. Mutig steigt die Tochter eines Maschinebauunternehmers zunächst als Teilhaberin ein, um ein Jahr später die unternehmerische Führung zu übernehmen. Sie stellt erste Ingenieure und Fachleute ein und die Weichen auf Wachstum. Der Grundstein für eines der heute bedeutendsten europäischen Raumfahrtunternehmen, die OHB SE, ist gelegt.

„Manfred Fuchs hat nicht untertrieben, als er eine spannende und hemdsärmelige Zeit bei OHB versprach.“ 

Ulrich Schulz, OHBs erster Ingenieur und langjähriges Mitglied des Vorstands

1985

Mit unkonventionellen Ideen in Richtung Raumfahrt

Manfred Fuchs ist äußerst erfolgreicher Manager bei MBB ERNO (heute Airbus), als er Mitte der 1980er-Jahre in das Unternehmen seiner Frau wechselt. Er kennt das Raumfahrtgeschäft wie kaum ein Anderer, denn er hat es im Norden Deutschlands maßgeblich mit aufgebaut. Der Raumfahrtpionier wagt den Schritt in die Selbstständigkeit u.a. weil er Nischen sieht, die er mit einem kleineren und flexibleren Unternehmen besser besetzen kann. Als ein Großteil der Fachwelt noch davon überzeugt ist, dass nur große und teure Satelliten und Raumfahrtsysteme leistungsfähig sind, glaubt Manfred Fuchs an das genaue Gegenteil. Seine Ideen und Visionen: Bauteile und Technologien werden immer kleiner und effizienter, warum nicht also auch die Satelliten bei verbesserter Leistung wesentlich kleiner und kostengünstiger anbieten?

Kreative Ansätze á la New Space und COTS

Er und sein Team scheuen schon damals keine unkonventionellen Methoden, nutzen – sofern vorhanden – handelsübliche Bauteile und machen sie weltraumtauglich (COTS). Mit kreativen Ansätzen á la New Space schwimmt das junge, aufstrebende Start-up OHB erfolgreich gegen den Strom. Die Raumfahrt-Expertise wird in den Folgejahren zielstrebig mit Experimenten für die Mikrogravitationsforschung - von den MIKROBA-Fallkapsel, über Parabelflüge bis hin zu Beiträgen für die derzeit großen Raumfahrtmissionen Spacelab, D2 und MIR 92- ausgebaut.

„Es ist immer mal was schiefgegangen, aber Schuldzuweisungen waren kein Thema. OHBs Motto war: wenn man nichts probiert, dann kommt man überhaupt nicht voran.“

Dr. Ingo Engeln, Mitglied des Vorstands, seit Ende der 1980er Jahre bei OHB

1994

Satelliten und der Einstieg in die Telekommunikation

Auch der erste Satellit „made by OHB“ startet bereits Anfang 1994. Brem-Sat ist ein kleines wissenschaftliches und technisches Multitalent, mit dem das Unternehmen bemerkenswert den Beweis liefert: es geht auch klein und günstig. Zeitgleich entstehen die zwei hauseigenen SAFIR-Satelliten, mit denen OHB in den Markt der Telekommunikation einsteigt. Mit der weltweiten Positionsbestimmung von Fahrzeugen, Containern, Schiffen und sogar Wildtieren – und der Übertragung von Status-Meldungen per Satellit – macht sich OHB den wachsenden Markt der Telematik zunutze. Das Potenzial auf dem Gebiet der Raumfahrtanwendungen, dem direkten und unmittelbaren Nutzen der Raumfahrt, erkennt die Familie Fuchs früh und gründet bereits 1993 die OHB Teledata, steigt beim US-amerikanischen Satellitenbetreiber ORBCOMM mit ein und ruft die eigene Mikro-Satellitenserie RUBIN ins Leben.

„Die großen Konzerne haben ein Interesse daran, auch große Projekte umzusetzen. Fuchs sucht sich mit Kleinsatelliten eine neue Domäne und baut über sein gut geknüpftes Netzwerk langsam die Akzeptanz dafür auf.“

Aus: Ein Pionier der Raumfahrt/ Manfred Fuchs – Die Biografie

1995

Wachstum und Unternehmensnachfolge

Die Telematik und der Ausbau des Raumfahrt-Geschäfts bringen Mitte der 90er-Jahre auch den damals in New York und Frankfurt praktizierenden Anwalt Marco Fuchs in das noch kleine High-Tech-Unternehmen seiner Eltern. Jetzt haben der Technikvisionär Manfred Fuchs und die Finanzexpertin Christa Fuchs einen Strategen an ihrer Seite, der die Unternehmensnachfolge und weiteres Wachstum sicherstellt.

Technologiepark Bremen als perfekter Standort

Die Werkstatt in Bremen-Hemelingen ist in diesen Tagen bereits Geschichte. Mit dem Credo „kleiner, günstiger und leistungsfähiger“ wächst OHB und siedelt sich schon 1988 mit ersten, eigenen Firmengebäuden im Technologiepark Bremen nahe der Universität an. Das Umfeld aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, Instituten und dem Fallturm Bremen ist ideal für das aufstrebende Raumfahrtunternehmen OHB.

Angesehener Partner in der Raumfahrtbranche

OHB ist längst ein angesehener Partner in der Raumfahrtbranche und arbeitet an Projekten wie dem Umweltsatelliten ENVISAT, dem Röntgenspäher ABRIXAS und dem Wissenschaftssatelliten MITA. Außerdem entstehen in den Integrationshallen und Reinräumen der OHB Nutzlasten und Hardware für die Mission MIR 97, den Raumtransporter ATV und das europäische Modul COLUMBUS der Internationalen Raumstation ISS, dessen Realisierung Manfred Fuchs damals maßgeblich mit auf den Weg brachte.

Günstige Raketen für Kleinsatelliten

Auch für den Transport von Satelliten in den Weltraum setzt das kontinuierlich wachsende Unternehmen von Anfang an auf das Motto „klein und günstig“ und kooperiert als eines der ersten westlichen Raumfahrtunternehmen mit russischen Anbietern von Startraketen. Es ist eine zuverlässige und kostensparende Alternative, um Kleinsatelliten in ihre Umlaufbahn zu befördern. Mit der Gründung des Unternehmens „COSMOS International Satellitenstart“ erschließt sich OHB ein weiteres erfolgreiches Geschäftsfeld und kann ihre Satellitensysteme nun inklusive Start vermarkten.

2001

Der große Durchbruch: Börsengang und SAR-Lupe

Als OHB unter Federführung von Marco Fuchs 2001 erfolgreich an die Börse geht, arbeitet Manfred Fuchs mit seinem Team bereits an einem Satelliten-Angebot, das schon Ende des Jahres den großen Durchbruch bringen soll. 20 Jahre lang war OHB stetig, aber moderat gewachsen und hat sich als kleiner, mittelständischer Raumfahrt-Zulieferer etabliert. Doch nun wagen Geschäftsführung und Mitarbeiter den großen Schritt zum Systemanbieter für Satelliten. Gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz geht OHB in den Wettbewerb um das Aufklärungssystem SAR-Lupe. Der Auftraggeber Bundeswehr ist vom Gesamtkonzept bestehend aus fünf kleinen Satelliten mit Reflektor-Technologie, den Starts und einer Bodenstation überzeugt. OHB bekommt den Zuschlag für das rund 320 Millionen Euro schwere Projekt.

„Was uns nach vorn gebracht hat war die Kombination aus dem Auftrag SAR-Lupe und die Finanzkraft aus dem Börsengang.“

Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE

Aufbruch in neue Dimensionen

Das Unternehmen stemmt nun ein Programm, das den damals aktuellen Jahresumsatz um ein Zehnfaches übersteigt. Die Entwicklungsarbeiten binden im Laufe des Projektfortschritts erstmalig bis zu 75 Mitarbeiter. Das ist, gemessen am Tag der Ausschreibung, die Größenordnung der kompletten Belegschaft. Die OHB beweist hierbei einmal mehr ihre Flexibilität, stellt binnen kürzester Zeit neue Organisationsstrukturen auf und ermöglicht so die Entwicklung des Systems, die Koordination mit den Partnerfirmen und die regelmäßige Abstimmung mit dem Auftraggeber. Als der erste Satellit 2006 erfolgreich startet, hat OHB sich bereits stark verändert. Aus der Ideenschmiede ist ein Systemlieferant, aus dem mitunter belächelten Mittelständler ein ernsthafter Konkurrent geworden. Und das ist erst der Auftakt einer Reise in weitere Dimension.

2005

Wachstum durch Akquisitionen und Startups

Als in Deutschland aufgrund stagnierender Raumfahrtbudgets eine Zeit der Konsolidierungen eintritt und etliche Technologieunternehmen sich von ihren Raumfahrtsparten trennen, setzt Familie Fuchs weiter auf eine positive Entwicklung der Branche. Zusammen mit Hans Steininger von Apollo Capital Partners kaufen sie die MAN Neue Technologie auf und stellen sie unter dem Namen MT Aerospace (Augsburg) und MT Mechatronics (Mainz) zunächst auf eine gesunde Basis und schon bald auf Wachstumskurs. Für OHB bedeutet dieser Schritt den Einstieg ins Geschäft der Startraketen und Teleskope und einen 10-prozentigen Arbeitsanteil am europäischen Ariane 5-Programm. Die Zahl der Mitarbeiter der OHB-Gruppe steigt um mehr als das Dreifache auf über 800 Fachkräfte.

„Seit der Eingliederung in die OHB-Gruppe hat sich unser Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und konnte seinen Umsatz fast verdoppeln.“

Hans J. Steininger, Vorstandsvorsitzender der MT Aerospace AG

Der Schritt nach Europa und in den geostationären Orbit

Als im selben Jahr Luxemburg neues Mitglied der ESA wird, jedoch keine nennenswerte Raumfahrtindustrie hat, springt OHB mit der Gründung ihrer hundertprozentigen Tochter LuxSpace in die Bresche. Dadurch sichert sich die Gruppe nicht nur Aufträge über das luxemburgische ESA-Budget, sondern ermöglicht auch die Realisierung der von OHB erdachten kleinen geostationären Satellitenplattform SmallGEO im Rahmen des ESA ARTES-11-Programms, woran Luxemburg mit dem Satellitenbetreiber SES Astra großes Interesse hat.

Die Münchener Kayser-Threde (heute OHB System in Oberpfaffenhofen) sucht 2007 einen neuen Gesellschafter und findet ihn in der OHB. Mit der 100-prozentigen Übernahme bekommt OHB nicht nur knapp 250 erfahrene und hoch motivierte Ingenieure mit exzellenten Kenntnissen im Bereich der Raumfahrtnutzlasten, sondern holt auch einen direkten Konkurrenten ins eigene Boot.

„Hinter all unseren Unternehmen stehen ganz besondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Leidenschaft, Sachverstand und tollen Ideen an ihre Aufgaben herangehen.“

Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE

2009

Europas Nummer 3

Dass die Wachstumsstrategie der OHB zu keiner Zeit auf Deutschland begrenzt ist, zeigt bereits die Gründung der Luxspace. Die europäische Entwicklung der Gruppe nimmt 2009 weiter Fahrt auf, als das Mailänder Unternehmen Carlo Gavazzi Space (heute OHB Italia) in die OHB-Gruppe integriert wird. Der italienische Spezialist für Mini- und Mikrosatellitensysteme ist bereits seit 1995 im Privatbesitz der Familie Fuchs. Mit Integration in die Gruppe setzt OHB einen großen Fuß in die italienische Raumfahrtlandschaft und damit in die drittgrößte europäische Raumfahrtnation.
Mit dem Auftrag über den Telekommunikationssatelliten H36W1 für den spanischen Anbieter Hispasat, setzt OHB den ersten geostationären Satelliten aus der selbst geschaffenen Produktlinie SmallGEO um.

2010

Europas Nummer 3

Weitere wichtige strategische Punkte auf der Europa-Karte folgen: 2010 erwirbt OHB einen belgischen Ableger von Thales Alenia Space in Antwerpen und führt das Geschäft seither unter der Firmierung Antwerp Space erfolgreich fort. 2011 löst die Swedisch Space Corporation (SSC) ihre Abteilung Raumfahrt aus dem Unternehmensverbund und verkauft das Portfolio und das Team aus 40 Spezialisten an OHB. Beides geht in der neu gegründeten OHB Sweden auf. Die Präsenz der OHB-Gruppe in Europa ist zu diesem Zeitpunkt bereits stark, ihre Bedeutung ist jedoch durch andere unternehmerische Erfolge enorm gewachsen.

Die Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo

Denn auch projektseitig sorgt OHB für Aufbau und Wachstum und wagt erneut einen großen Schritt nach vorn. Diesmal geht es um den ersten Teil von Satelliten für ein künftiges Europa-eigenes Navigationssystem namens Galileo. Wieder einmal traut kaum ein Kenner der Branche OHB zu, Projekte dieser Größenordnung zu gewinnen. Und doch geschieht erneut das scheinbar Unmögliche: OHB erhält den Zuschlag über die volle erste Tranche von 14 Satelliten mit einem Auftragsvolumen von 566 Millionen Euro. Im Laufe der nächsten sieben Jahre werden sukzessive 20 weitere Satelliten bestellt, sodass OHB insgesamt 34 Satelliten zum europäischen Navigationssystem Galileo beisteuern wird.

Und nun zum Wetter: die dritte Generation Meteosat-Satelliten (MTG)

Einst eine kleine Werkstatt, ist OHB inzwischen bei der ESA als dritter Anbieter von Raumfahrt-Gesamtsystemen gelistet und bietet eine starke Alternative zum Duopol der beiden Großen der Branche, Airbus und Thales Alenia Space. Doch Konkurrenz schließt Partnerschaften, vor allem in der Raumfahrt, nicht aus. Gemeinsam mit Thales Alenia Space gelingt OHB System bereits Ende 2010 eine weitere Sensation: Das Konsortium setzt sich im Wettbewerb um die nächste Generation europäischer Wettersatelliten, Meteosat Third Generation (MTG), durch. Der Projektanteil der OHB-Gruppe liegt hier nun schon bei rund 750 Millionen Euro.

Wie bereits 2001, als OHB den Sprung zum Hauptauftragnehmer macht, steht nun die OHB-Gruppe durch Mut, Eigeninitiative, großartige politische Unterstützung und unternehmerischen Weitblick an der Schwelle zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern.

2013

Auf SAR-Lupe folgt SARah: Der Blick durch die Wolken

Das SAR-Lupe-Aufklärungssystem läuft sehr erfolgreich. Da Satelliten im Weltraum naturgemäß aber nur eine begrenzte Lebensdauer haben, muss ihre Nachfolge rechtzeitig gesichert werden. Die Bundeswehr beauftragt deshalb 2013 das Nachfolgesystem SARah. Diesmal ist es ein Konzept aus drei Radarsatelliten und zwei Bodenstationen, mit dem OHB überzeugen kann. 
SmallGEO nimmt im gleichen Jahr ebenfalls weiter Fahrt auf. Mit Electra entwickelt OHB eine voll elektrische Satellitenplattform für den geostationären Orbit, um Masse und Startkosten von Satelliten zu reduzieren.

2016

OHB auf Marserkundung

Der ExoMars-Spurengasorbiter, für den OHB das Kernmodul entwickelt und gebaut hat, erreicht den Mars und umkreist den Roten Planeten planmäßig in einer elliptischen Umlaufbahn.

„Hier herrschte schon immer Aufbruchsstimmung, Entdeckergeist und diese OHB eigene Flexibilität. Das hat uns ebenso stark gemacht wie die Tatsache, dass wir ein Familienunternehmen sind. Da wird in Generationen, also weit in die Zukunft gedacht.“

Dieter Wilker, Leiter Strukturdesign, Einstieg 18.1.1988 als Entwicklungs-Ingenieur

2017

SmallGEO: Erfolgreich im geostationären Orbit

Der Telekommunikationssatellit H36W1 ist seit Anfang des Jahres in seinem 36.000 Kilometer entfernten Zielorbit und funktioniert einwandfrei. Der erfolgreiche Start des ersten Satelliten der SmallGEO-Produktlinie ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, denn jetzt ist OHB auch im geostationären Orbit und damit im kommerziellen Telekommunikationsmarkt vertreten.

Mit EDRS-C und Electra stehen bereits zwei weitere Modelle in den Startlöchern. Und seit Mitte des Jahres ist OHB mit der EUR 310,5 Mio. nationalen Heinrich Hertz-Satellitenmission beauftragt, die ebenfalls auf SmallGEO basiert. 

„Dass wir uns trotz des starken Wachstums ein hohes Maß an Flexibilität und unsere unkonventionellen und innovativen Ansätze erhalten haben, haben wir im Wettbewerb um namhafte Projekte wie u.a. ExoMars, EnMap, Galileo, MTG, SARah, Solar Orbiter oder die von uns initiierte SmallGEO-Serie gezeigt. Jetzt gilt es diese starke Position zu halten und weiter auszubauen.“

Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE

Unternehmen

MEHR ERFAHREN

Standorte

MEHR ERFAHREN

Aufsichtsrat

MEHR ERFAHREN