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MT Mechatronics und das Max-Planck-Institut kooperieren im Radioteleskop-Großprojekt SKA

Mainz/Bonn, 15. Dezember 2016. Der Mainzer Spezialist für Teleskope und Antennen, MT Mechatronics GmbH (MTM, eine Tochtergesellschaft der OHB SE, Prime Standard, ISIN DE0005936124), und das in Bonn ansässige Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR), haben heute einen Kooperationsvertrag über den Bau einer Prototyp-Antenne für das in der Entstehung befindliche Radioteleskop-Projekt SKA (Square Kilometre Array) unterzeichnet. Bis 2023 soll in der südafrikanischen Karoo Wüste und in der westaustralischen Region Murchis das weltweit größte und leistungsstärkste Radioteleskop mit einer Antennenfläche von insgesamt 1.000.000 Quadratmetern entstehen. Für die Realisierung dieses Observatoriums des Jahrhundert-Projekts zur Erforschung des Kosmos und seiner fundamentalen Naturgesetze setzen sich zehn Staaten als Mitglieder der SKA-Organisation ein: Australien, Kanada, China, Italien, Neuseeland, Südafrika, Schweden, die Niederlande, Indien und das Vereinigte Königreich. Daneben engagieren sich eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen, so auch aus Deutschland, für die Realisierung.

Das SKA wird im finalen Ausbau insgesamt aus tausenden Antennen bestehen, die zur Auswertung der Daten über Langstrecken-Netzwerke mit Hochleistungsrechnern verbunden sind. Das Datenvolumen übersteigt dabei das des heutigen weltweiten Internetverkehrs. Herzstück des Observatoriums werden 15 Meter große Parabolspiegel in Südafrika sein, die Frequenzen von 350 bis zu 20 000 MHz detektieren können. Für dieses sogenannte SKA-Mid-Dish-Teleskopsystem entwickelt und baut MTM nun gemeinsam mit MPIfR die Prototyp-Antenne, die ab Mitte 2018 in Südafrika dessen Gesamtfunktionalität demonstrieren soll.

Das SKA wird 50-bis 100-mal empfindlicher sein als die aktuell besten Radioteleskope und den Himmel mehr als zehntausendfach schneller absuchen können.

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Über MT Mechatronics

MT Mechatronics, Mainz, ist aus der Antennensparte der MAN Gustavsburg hervorgegangen. Heute gehören wir zur MT Aerospace AG und sind mit gut 55 Jahren Erfahrung spezialisiert auf schlüsselfertige Kommunikationsantennen, optische und Radioteleskope, Industrieanlagen sowie auf mechatronische Ausrüstungen für Forschungseinrichtungen, Startanlagen für europäische Raumfahrtprogramme und medizinische Apparaturen zur Krebs-Therapie. Unser Angebot umfasst die gesamte Lieferkette von Design, Entwicklung, Fertigung, Systemintegration und Inbetriebnahme, wie auch Training, Wartung und Betrieb der Anlagen.

Über MPIfR

Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist eine von 80 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft. Die MPIfR betreibt Grundlagenforschung im Bereich der Radioastronomie und Infrarot-Astronomie. Die Erforschung der Physik von Sternen, Galaxien und des Universums ist das Ziel der Arbeit des Institutes. Das 100-m-Radioteleskop in Effelsberg sowie das APEX-Teleskop in Chile sind renommierte Observatorien des Institutes.

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