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MT Aerospace erforscht im Auftrag der ESA neue Konzepte für kleine kommerzielle Startraketen

    Augsburg, 13. Februar 2018. Bislang sind Kleinsatelliten oft auf „Mitfluggelegenheiten“ bei größeren Missionen angewiesen. Damit sie künftig schneller in ihre erdnahen Orbits gebracht werden können, hat die Europäische Weltraumagentur ESA jetzt die MT Aerospace AG, ein Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, mit Machbarkeitsstudien für kleine Trägerraketen beauftragt.

    MT Aerospace geht mit drei verschiedenen, zukunftsweisenden Launch-Service-Konzepten ins Rennen. Eine kleine zwei- bis dreistufige Trägerrakete soll dabei etwa vom Boden aus 200 Kilogramm schwere Nutzlasten in den Orbit bringen. Das Szenario mit Namen „Daneo“, das Dassault Aviation in die Studie mit einbringt, sieht dagegen den Start einer Rakete von einem Flugzeug aus vor, die 50 Kilo schwere Satelliten ins All transportieren soll. Schließlich wird auch die Option geprüft, Kleinsatelliten mit bis zu 75 Kilogramm Masse mit dem stratosphärischen Träger „Bloostar“ zu starten, einer Mischung aus Ballon und Rakete des Unternehmens Zero 2 Infinity aus Barcelona.

    Für alle drei Konzepte soll MT Aerospace – zusammen mit den jeweiligen Partnerunternehmen – nun innerhalb der nächsten sechs Monate die technologische und wirtschaftliche Machbarkeit ausarbeiten, tragfähige Geschäftsmodelle für umfassende Startdienstleistungspakete in den erdnahen Orbit vorlegen und die vielversprechendsten identifizieren. „Ein kommerzieller europäischer Micro-Launcher kann den wachsenden Bedarf an speziellen Startdiensten für Unternehmen mit Kleinsatelliten decken", sagt Jerome Breteau, Manager des Future Launcher Preparatory Programme der ESA, in dessen Rahmen die Studien vergeben wurden, in der entsprechenden Agenturmeldung.

    „Startraketen und deren technologische wie wirtschaftliche Optimierung gehören zu unserem Kerngeschäft. An der Entwicklung dedizierter, kleiner Trägersysteme der Zukunft beteiligt zu sein, erfüllt uns mit Stolz, denn solche Entwicklungen verhelfen Deutschland und Europa dazu, eine Vorreiterrolle in der Raumfahrt einzunehmen bzw. zu erhalten“, sagt Hans J. Steininger, CEO der MT Aerospace.

    Seit über 50 Jahren ist MT Aerospace erfolgreich an allen ARIANE-Startraketen beteiligt. Auch an der Entwicklung der neuen ARIANE 6 inklusive der Startanlagen auf dem Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, hat das Unternehmen einen maßgeblichen Beitrag.

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