START UP: Flexibler Zugang zum All

Startdienstleistungen made by OHB

OHB Redaktionsteam
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von OHB Redaktionsteam, OHB SE

Leistungsfähige Startdienstleistungen für die Raumfahrt sind ein international wachsender und hart umkämpfter Markt. Flexible Systeme sind gefragt, um die Satelliten aller Klassen schnell und kostengünstig ins All zu bringen – egal, ob sie 50 Kilo oder mehrere Tonnen schwer sind. Mit effizienten Lösungen stellt sich die OHB-Gruppe dem Wettbewerb.

Die Geschichte der europäischen Ariane-Rakete ist eng mit OHB SE und ihren Tochterfirmen verbunden. Schon ihr Gründer Manfred Fuchs legt in seiner Zeit beim Entwicklungsring Nord (heute Airbus) den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des europäischen Trägersystems. Transportsysteme spielen in der Unternehmensgruppe seit jeher eine wichtige Rolle, denn der zuverlässige Zugang zum Weltall ist von essentieller Bedeutung für Satellitenhersteller.

DIE ANFÄNGE IM START-GESCHÄFT

Bereits Mitte der 90er-Jahre positionierte sich OHB mit Gründung der Cosmos International Satellitenstart GmbH im Startdienstleistungsgeschäft. Ausgangspunkt waren russische Cosmos-Raketen, die gleichzeitig kostengünstig, robust und leistungsstark waren und dem Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile einbrachte.

Durch den Kauf der MAN Neue Technologie, heute MT Aerospace AG, katapultierte sich die OHB-Gruppe 2005 an die Spitze der deutschen Zulieferbetriebe für die Ariane-Rakete. Das Augsburger Unternehmen ist schon seit über vier Dekaden am europäischen Prestige-Projekt beteiligt. OHB hat seither Anteil am unabhängigen europäischen Zugang zum Weltraum. Der Erfolg gibt der strategischen Entscheidung recht: MT Aerospace verdoppelte den Umsatz in den vergangenen zwölf Jahren und ist mehr denn je unverzichtbarer Bestandteil der Raumfahrtindustrie Europas.

EUROPÄISCHES PRESTIGEPROJEKT

Auch bei der Entwicklung der neuen Ariane 6, die ihren Erstflug im Jahr 2020 haben soll, spielt MT Aerospace eine maßgebliche Rolle. Das Augsburger Unternehmen ist als Hauptauftragnehmer mit 10 Prozent Arbeitsanteil im Wesentlichen für die Treibstofftanks und metallische Strukturbauteile verantwortlich. Zudem sind MT Aerospace und MT Mechatronics seit über 40 Jahren wesentlich an der Realisierung aller Startanlagen für die sechs Generationen der Ariane am Weltraumbahnhof in Kourou beteiligt.

Durch den technologischen Fortschritt im Industrie- 4.0-Zeitalter ist einerseits eine Verdreifachung der Produktivität möglich. Andererseits punktet das Ariane-6-Programm auch im Hinblick auf Finanzen, Ressourcen und Flexibilität: Insgesamt ist das Projekt 40 Prozent günstiger und wiederzündbar. Ariane 62 befördert 6 Tonnen Nutzlast und ersetzt die europäisierte russische Sojus-Rakete. Ariane 64 schafft bis zu 12 Tonnen und ist damit für große Missionen geeignet.

FLEXIBLE LAUNCHER-LÖSUNGEN

Kürzlich erhielt MT Aerospace von der ESA den Auftrag, kleinere Trägerraketen-Systeme auf ihre Machbarkeit hin zu untersuchen. Gefragt sind kommerziell nutzbare Startdienstleistungspakete für den erdnahen Orbit, die den wachsenden Bedarf der Unternehmen decken, die kleine Satelliten in Umlauf bringen wollen. Damit diese künftig nicht mehr auf Mitfluggelegenheiten bei größeren Missionen angewiesen sind, werden im Zuge der Studie mit verschiedenen Partnerunternehmen drei Micro-Launcher-Konzepte analysiert, wie zum Beispiel ein zwei- bis dreistufiges Konzept für Nutzlasten bis 200 Kilo. „Startraketen und deren technologische wie wirtschaftliche Optimierung gehören zu unserem Kerngeschäft“, betont Hans J. Steininger, CEO der MT Aerospace. Somit nutzt die OHB-Gruppe die Chance, mit der Entwicklung solcher Systeme die Vorreiterrolle Europas im All nicht nur einzunehmen, sondern zu erhalten.

BROKER AUF DEM LAUNCH-SEKTOR

Gerade weil es für die Raumfahrtunternehmen der Gruppe so wichtig ist, schnellen, flexiblen und günstigen Zugang zum Weltraum zu haben, engagieren sich immer mehr OHB-Unternehmen auf diesem Gebiet, so auch OHB Italia. In jüngerer Vergangenheit war das Mailänder Unternehmen federführend bei den Startdienstleistungen für das Satellitensystem OPTSAT-3000 für das italienische Verteidigungsministerium. 2018 folgt der Launch des ebenfalls italienischen Erdbeobachtungssatelliten PRISMA, der im Bereich Umweltschutz und innere Sicherheit eingesetzt wird. Um den Start des 900 Kilo schweren Satelliten mit der ultraleichten Vega-Rakete vom Weltraumbahnhof in Kourou kümmert sich OHB Italia im Auftrag der italienischen Raumfahrtagentur ASI. „Unser Ziel ist es, den Zugang zum Weltraum zu marktgerechten Bedingungen sicherzustellen. Dazu wollen wir uns zunehmend auch als Broker im Launch-Sektor positionieren“, sagt Marco Fuchs, CEO der OHB SE, zu den Zukunftsplänen der Gruppe, die mit der neuen OHB Cosmos International unkompliziert, maßgeschneidert und kosteneffizient unterschiedliche In-Orbit- und Startdienstleistungen anbietet.

Pionier der Raumfahrt werden: Karriere bei OHB machen.

We. Create. Space. Durchstarten bei einem der erfolgreichsten europäischen Raumfahrtunternehmen.

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