200 neue Raumfahrtpioniere bei OHB in Bremen: Diese Woche begrüßte das Raumfahrtunternehmen die 200. Mitarbeiterin

Interview mit Personalvorstand Klaus Hofmann / Wie aus der Werksstudentin Ronja Sauerland eine festangestellte Kollegin wurde

 

OHB Redaktionsteam
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von OHB Redaktionsteam, OHB SE

In dieser Woche hat bei OHB in Bremen die 200. Kollegin in diesem Jahr ihre Arbeit aufgenommen. Wir sprechen mit Personalvorstand Klaus Hofmann über die Bedeutung.

Gerade haben Sie mit Ronja Sauerland die 200. neue Mitarbeiterin in diesem Jahr am Standort Bremen begrüßt. Wie sehr freuen Sie sich?

Klaus Hofmann: Frau Sauerland mit einem Blumenstrauß begrüßen zu dürfen, war natürlich ein sehr schöner Termin. Nicht nur, weil das Treffen außerordentlich sympathisch war, sondern auch, weil sie sich ganz bewusst für OHB entschieden hat. Ihre Begeisterung für das, was wir als Unternehmen machen, hat sich ja während ihrer Zeit als Werksstudentin entwickelt.

Was bedeutet die Zahl 200 für das Unternehmen?

Hofmann: Noch nie in seiner Geschichte hat OHB am Standort Bremen in einem einzigen Jahr so viele neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt. Wenn wir auch die Neueinstellungen am Standort Oberpfaffenhofen einschließen, werden wir insgesamt mehr als 300 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2018 bei der OHB System AG willkommen heißen. Diese Zahl sagt zweierlei aus: zum einen, dass wir Perspektiven bieten und wachsen. Zum anderen, dass wir als Arbeitgebermarke attraktiv und interessant genug sind, um diese Menge an hochqualifizierten Fachkräften für OHB zu gewinnen.

Was tun Sie und Ihre HR-Kollegen denn alles, um junge Menschen wie Ronja für OHB zu begeistern?

Hofmann: Wir mussten erstmal unsere Strategie anpassen. Der Wettbewerb um die besten Kandidaten ist so hart geworden, dass Personalabteilungen grundsätzlich kreativer sein müssen, um die besten Köpfe für ihre Unternehmen zu begeistern. OHB ist als Arbeitgeber zweifellos attraktiv. Da sich jedoch die Bewerbersituation durch den Boom im Ingenieursmarkt und den demografischen Wandel komplett gedreht hat, müssen wir noch vorausschauender agieren.

Was muss ein moderner Arbeitgeber also vermitteln?

Hofmann: Zum einen die Perspektive, sich über interessante Inhalte und Aufgaben über einen längeren Zeitraum entwickeln zu können. Und zum anderen muss er die Frage beantworten, worin der Sinn dieser Aufgabe liegt und wie der Beitrag des Einzelnen einzuordnen ist.

Was macht OHB denn, um junge Menschen zu erreichen?

Hofmann: Die Personalabteilung arbeitet sehr eng mit der Abteilung Unternehmenskommunikation zusammen, um über digitale Kanäle und Plattformen mit den richtigen Botschaften zu den Jüngeren durchzudringen. Als Unternehmen sind wir mit sehr interaktiven Formaten regelmäßig auf den wichtigen Messen und Events präsent. Im Sinne einer Interessenweckung in der Frühphase beruflicher Orientierung haben wir kürzlich eine offizielle Kooperation mit dem Ökumenischen Gymnasium in Bremen geschlossen, um Jugendliche schon ab Klasse 10 für Raumfahrt und im dem Zuge auch für OHB zu begeistern. In den vergangenen Wochen waren die Schüler des ÖG zu einem MINT-Camp im Unternehmen, Ingenieure von OHB wiederum werden im kommenden Frühjahr mehrere Wochen mit den Schülern des Luft- und Raumfahrtprofils Unterricht gestalten.

 

Wie aus der Werksstudentin im Bereich Quality Assurance eine neue OHB-Kollegin wurde

 

Ronja Sauerland ist bei OHB übrigens eine gute Bekannte. Sie hat während ihres Studiums als Werksstudentin in der Quality Assurance bei OHB gearbeitet und ihre Masterarbeit bei OHB in Kooperation mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig angefertigt. Diese Zeit hatte die 26-Jährige sehr gut in Erinnerung, als sie sich auf den Job bei OHB bewarb: „Ich finde das Thema Raumfahrt sehr spannend und ich mag die Arbeitsatmosphäre in dem Team. Bei OHB konnte ich als Werksstudentin gleich meine eigenen Ideen umsetzen. Das hat mir sehr viel Freude gemacht.“ Dass die Ideen der QA-Ingenieurin weiterhin sehr begrüßt werden, bekräftigt auch Dr. Rainer Hohmann, der das nun 19-köpfige Team der Quality Assurance bei OHB in Bremen leitet: „Ich freue mich sehr, dass Ronja von der Arbeit in unserem Team so begeistert war, dass sie sich kurzerhand auf die Stelle bewarb. Ich freue mich auf viele weitere eigene Ideen und eine erfolgreiche Teamarbeit.“

Ein Video der Begrüßung finden Sie auf unserem Facebook-Kanal.

Zur Person

Klaus Hofmann, Jahrgang 1960, ist seit 2015 Vorstandsmitglied der OHB SE. Zuvor war er als Senior Vice President bei der Wacker Chemie AG tätig. Hofmann hat an der Universität München Betriebswirtschaftslehre studiert. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg tätig. Von 1992 bis 2011 bekleidete Hofmann verschiedene leitende Funktionen bei EADS/Airbus.

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